Unter der Leitfrage „Wie kann qualitätsvolle Siedlungsentwicklung gelingen?“ fand eine Fachveranstaltung zu verdichteten Wohngebieten statt. Ausgerichtet wurde diese vom Regionalen Planungsverband Bayerischer Untermain und der Flächensparoffensive.
Vier Vorträge zeigten auf, wie Bauleitplanung im Einklang mit den neuen Dichtevorgaben aus dem Regionalplan nachhaltig neuen Wohnraum schaffen kann. Durch verdichtetes Bauen wird weniger Fläche verbraucht, gleichzeitig kann bezahlbares Wohnen für verschiedene Bevölkerungsgruppen ermöglicht werden. Mit der Veranstaltung wurden inspirierende Best-Practice-Beispiele vermittelt.
Zunächst stellte Flächensparmangerin Anne Weiß wichtige Ziele aus dem überarbeiteten Kapitel „Siedlungsstruktur“ vor. Künftig sollen vielfältige Wohnformen vorrangig im Umfeld von Mobilitätsknoten entstehen, um eine „Region der kurzen Wege“ zu fördern. Verdichtetes Bauen ist nun als Planungsprinzip festgeschrieben. Anschließend brachte Barbara Hummel, Stadtplanerin aus München, überzeugende Argumente für Geschosswohnungsbau auf dem Land ein und berichtete von ihrer Praxiserfahrung aus Südbayern. Auch Melanie Eisner vom Planungsbüro Klärle aus Weikersheim zeigte auf, wie verdichtete Wohnformen im ländlichen Raum qualitativ hochwertig entwickelt werden können. Sie appellierte, zunächst die Möglichkeiten im Siedlungsbestand zu nutzen. Zudem informierte sie über den Bauturbo, der als neues Instrument die Innenentwicklung unterstützen kann. Schließlich präsentierte Elisabeth Drescher, Bürgermeisterin des Weinorts Sommerach, Vorzeige-Projekte aus ihrer eigenen Gemeinde. Mit Mitteln aus der Städtebauförderung wurde barrierefreies Wohnen in einem alten Scheunenviertel erfolgreich etabliert. Auch ein verdichtetes Neubaugebiet ist in Planung – um vielfältige Wohnformen für Jung und Alt entstehen zu lassen.
Die fachlichen Impulse der Referentinnen sorgten für ausreichend Gesprächsstoff beim anschließenden Networking.





